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Was ist Boßeln ?

  • BOßELN 

    Der Boßelsport erstreckt sich von Irland über die Niederlande bis Deutschland. Auch in Polen, Italien und der Schweiz wird in einigen Gebieten das Boßeln betrieben. Allerdings wird das sogenannte Straßenboßeln in bergigen Bereichen, wo die Straßen Gefälle aufweisen, nicht regelgerecht durchgeführt. In allen Ländern gibt es gewisse Unterschiede etwa bei der Größe und Beschaffenheit der Boßelkugeln. Die Grundregeln sind jedoch gleich, so dass auch Länderwettkämpfe stattfinden können. Eine Theorie besagt, dass sich das Boßeln im Nordwesten Deutschlands erst nach 1800 aus dem Kegeln entwickelte. Damit hat das Boßeln im Nordwesten Deutschlands eine lange Tradition. Weideboßeln nannte man ursprünglich das Boßeln im Herbst und im Winter auf den Weiden und auf größeren Eisflächen.

    Es kam dabei darauf an, die Boßel möglichst weit zu werfen und ausrollen zu lassen. Mit dem Bau von festen Wegen und Straßen kam nach 1900 allmählich das Straßenboßeln auf. Ursprünglich durften dabei keine öffentlichen Straßen für das Spiel benutzt werden. So blieben zunächst nur die landwirtschaftlichen Wege übrig. Auch hier im Calenberger Land wird auf landwirtschaftlichen Wegen geboßelt. Zu Beginn gab es weder festen Spielregeln noch Mannschaften, so dass das Boßeln ein freundschaftliches Spiel zweier Gruppen war. Diesen Charakter hat sich das Boßeln bis heute bewahrt. Später wurden dann Spielregeln geschaffen, was dem sportlichen Spiel und damit dem Vereinssport Boßeln großen Auftrieb verschaffte. Männer und auch Frauen betreiben heute Boßeln als Vereinssport. Weit mehr als 40.000 Menschen sind in mehr als 250 speziellen Boßelvereinen zusammengeschlossen.

  • SPIELREGELN

    Eingegangen wird hier nur auf das gesellschaftliche Straßenboßeln. Es wird im Nordwesten Deutschlands (Ostfriesland, dem Ammerland und zum Teil auch im Emsland und im Oldenburger Land) ausgeübt. Es sind vor allem Vereine, Betriebe und Behörden, die eines ihrer Feste mit dem Boßeln verbinden.bollerwagen Es werden Gruppen mit meistens 5 bis 10 Personen gebildet, die sich treffen und das Straßenboßeln betreiben. Sie wählen eine möglichst wenig befahrene Straße oder einen Feldweg und werfen nun, eingeteilt in zwei oder mehr Gruppen, die Boßelkugel möglichst weit die Straße entlang. Die Gruppe, die eine festgelegte Strecke mit den wenigsten Würfen “geschafft” hat ist Sieger.

    Die Gruppen ziehen mit dem Bollerwagen, gefüllt mit scharfen Getränken gegen Kälte, Hitze und Durst, Esswaren gegen Hunger, davon aber nicht zuviel, weil oft ein gemeinsames Essen den Abschluss bildet. Beim gemeinsamen Essen findet auch die Siegerehrung statt, wobei der siegreichen Mannschaft meistens ein Pokal überreicht wird.

  • SPIELGERÄTE

    Gespielt wird mit einer Boßelkugel. Diese Kugel ist in der Regel aus Hartholz hergestellt. Sie ist sehr schwer. Sie ist aber mit 10 bis 12 Zentimetern Durchmesser so groß, dass sie genau in eine Hand hineinpasst. Die Frauen und Kinder habe eine etwas kleinere Kugel. Es wird heute aber auch mit einer Hartgummikugel geworfen. Diese hat einen Durchmesser von 9,5 bis 10,5 Zentimeter.Bernd als Fänger

    Das Fanggerät, der Fänger, besteht aus einem eisernen Halbrund, in das die Boßelkugel ziemlich genau passt. Das Halbrund ist an einer langen Stange befestigt. Fällt die Boßelkugel beim Spiel in einen Graben, kann man sie mit dem Fänger wieder herausholen. Das klingt zwar sehr einfach, ist es aber nicht, wenn man nicht genau weiss, wo die Kugel in den Graben gerollt ist. Deshalb ist es ratsam, über die ganze Wurfstrecke Teilnehmer zu verteilen, die den Lauf der Kugel mit den Augen verfolgen und aufpassen, wo die Kugel in den Graben rollt. So ist schon manche Kugel im Graben liegengeblieben.
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